Private Rentenversicherung

Die Privatrente gehört zur dritten Schicht des Altersvorsorgesystems und sie sichert das sogenannte Langlebigkeitsrisiko ab, indem im Erlebensfall eine Leibrente (wahlweise auch Kapitalabfindung) durch die Versicherung gezahlt wird.

Mit dieser „reinsten“ Form der Altersversorgung können Sie jedoch nicht nur für die Rente vorsorgen. Darüberhinaus eignet sich die Privatrente auch hervorragend für das flexible Sparen mit mittelfristigem Anlagehorizont und zur Hinterbliebenenabsicherung.

Funktionsweise
  • Die Beitragszahlung kann regelmäßig mit oder ohne Sonderzahlungen oder auch gegen Einmalbeitrag erfolgen
  • eine Mindestvertragslaufzeit gibt es bei der privaten Rentenversicherung nicht
  • flexible Teilentnahmen sind in der Regel möglich
  • die Anlageform ist völlig frei wählbar: Klassische Produkte bieten einen relativ hohen Garantiezins, der durch laufende Überschussbeteiligungen ergänzt wird. Kapitalmarktorientierte Produkte basieren auf einer flexibel gestaltbaren Kombination aus Aktien-, Renten- oder Mischfonds, wobei hierbei kein oder ein nur sehr geringer Garantiezins angeboten wird

Auch die Kombination mit anderen Versicherungsbausteinen ist möglich und kann in einigen Fällen durchaus sinnvoll sein. Die häufigste Form einer solchen Verknüpfung ist die kapitalbildende Lebensversicherung, bei der die Privatrente mit einer Risikolebensversicherung zur Hinterbliebenenabsicherung verbunden wird. Ebenso ist die Kombination mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung möglich, wobei letztere im Leistungsfall neben einer Berufsunfähigkeitsrente auch die weitere Beitragszahlung für die Rentenversicherung leistet. Es wird also flexibles, ertragsreiches Sparen mit nützlichem Versicherungsschutz kombiniert.

Ihre Vorteile gegenüber einem Banksparplan

Besonders attraktiv z.B. gegenüber Banksparplänen wird die Privatrente durch die steuerliche Förderung: Beginnt die Rente z.B. zum vollendeten 65. Lebensjahr, sind 82% steuerfrei zu vereinnahmen, der Rest wird mit dem persönlichen Einkommenssteuersatz versteuert. Sollte durch vorherige Teilentnahmen der Rentenbeginn verschoben werden, steigt der steuerfreie Anteil an, da dieser von dem jeweiligen Alter zum Rentenbeginn des Vertrages abhängt.

Der wohl größte Vorteil der Privatrente liegt jedoch in der nachgelagerten Besteuerung: Nachgelagerte Besteuerung bedeutet, dass die Erträge nicht am Ende eines jeden Jahres, sondern erst am Ende der Laufzeit besteuert werden. Hierdurch kann sich der Wertsteigerungsprozess durch Zins und Zinseszins im Unterschied zu einem Bank- oder Fondssparplan steuerlich unbeeinträchtigt vollziehen. Sofern die Entnahmen erst nach dem 60. Lebensjahr bei mindestens 12jähriger Laufzeit getätigt werden, müssen zudem nur 50% der Erträge versteuert werden.

Hierzu ein vergleichendes Rechenbeispiel zwischen Banksparplan und privater Rentenversicherung:

Annahmen: Monatlicher Beitrag 200,- €, Laufzeit 15 Jahre, Endalter 60 Jahre, Verzinsung 4%

diagr_kapital_jahresende

Wie man sieht, entwickelt sich die Privatrente deutlich besser als der Banksparplan, weil die Erträge erst am Ende versteuert werden – und das unter den genannten Voraussetzungen sogar nur zur Hälfte.

Wie auch bei anderen Versicherungssparten, spielt auch bei der Privatrente die Auswahl des passenden Anbieters eine entscheidende Rolle. Die Finanzstabilität des Versicherers, die Zuverlässigkeit der Prognosen in der Vergangenheit, die Höhe der aktuellen und prognostizierten Überschüsse, die Fondsauswahl, das Ablaufmanagement und nicht zuletzt die Kostenquote spielen hierbei eine grundlegende Rolle.

Es gibt viele weitere Vor- und Nachteile, die wir Ihnen gerne in einem Beratungsgespräch näher erläutern. Diese hängen vor allem von Ihrer individuellen Lebenssituation ab.

Es ist uns ein Anliegen, dass Sie gut abgesichert sind! Ermitteln Sie daher – gerne gemeinsam mit uns – Ihren Bedarf und den richtigen Anbieter.

Unsere Erfahrung – Ihr Gewinn!